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Parodontologie in unserer Praxis in Schierling

Zahnärztin Dr. Katrin Kreinecker hat 2005 die Ausbildung zum Master of Science (MSc) in Parodontologie erfolgreich vor der Donau-Universität in Krems abgelegt und sich besonders auf dem Gebiet der Zahnfleischbehandlung fortgebildet. Seit 2006 führt sie den Tätigkeitsschwerpunkt Parodontologie.

Behandlung von Zahnfleisch- oder Zahnbetterkrankungen

Parodontitis ist eine Erkrankung von Zahnfleisch und des Zahnhalteapparates (Zahnbett). Im Volksmund nennt man diese auch oft "Parodontose".

Anfänglich entzündet sich das Zahnfleisch - erkennbar durch Rötung und Schwellung. Eine Parodontitis ist in der Regel nicht schmerzhaft - das unterscheidet sie von vielen anderen Entzündungsreaktionen im Körper. Zahnfleischbluten und Mundgeruch sind erste - häufig ignorierte - Anzeichen, später bilden sich Zahnfleischtaschen aus. Die Entzündung wird durch Bakterien auf der Zahn- und Wurzeloberfläche hervorgerufen.

Nach einiger Zeit baut sich der Knochen immer weiter ab, der die Zahnwurzel umgibt. Ist der Abbau entsprechend weit fortgeschritten werden die Zähne locker und schließlich kommt es zum Zahnausfall.

Die Parodontitis ist aber keine auf den Mund beschränkte Erkrankung, sondern kann zu einem Gesundheitsrisiko für den gesamten Körper werden. Das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall kann erhöht sein. Auch Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder das Risiko für eine Frühgeburt stehen in Wechselbeziehungen zur chronischen nichtbehandelten Parodontitis.

Ziel der Parodontose-Behandlung ist der Erhalt möglichst aller Zähne und die Genesung des Zahnhalteapparates. Dazu müssen die bakteriellen Beläge in den Zahnfleischtaschen und auf den Zahnoberflächen sorgfältig entfernt werden.

Ablauf der Zahnfleischbehandlung

Eine systematische Parodontitisbehandlung gliedert sich in drei Phasen:

Erste Phase

In der ersten Phase (Hygienephase) erhalten die Patienten eine eingehende Unterweisung in eine effektive häusliche Zahnpflege. Neben dem korrekten Gebrauch der Zahnbürste wird auch die Notwendigkeit der Anwendung von verschiedenen Hilfsmitteln aufgezeigt. Danach folgt die professionelle Zahnreinigung mit Desinfektion des gesamten Mundraumes, Erstellen des Behandlungsplans und von Röntgenaufnahmen sowie Messen der Zahnfleischtaschen und der Lockerungsgrade.

Zweite Phase

In der zweiten Phase (Parodontaltherapie) werden die für den Krankheitsprozess primär verantwortlichen bakteriellen Beläge in den Zahnfleischtaschen vollständig entfernt. Dazu werden spezielle Hand-und Ultraschallinstrumente verwendet. Die behandelten Taschen werden zur zusätzlichen Keimreduktion und zur Förderung der Wundheilung mit speziellen Lösungen gespült.

Dritte Phase

Der dritte grundlegende Baustein (Nachsorge-und Erhaltungsphase) ist eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung mit Anleitung zur richtig durchgeführten Mundhygiene zu Hause. Da Patienten, die an Parodontitis erkrankt sind, in der Regel eine lebenslang erhöhte Anfälligkeit für bakterielle Entzündungen aufweisen, muss sich an eine erfolgreiche Therapie eine dauerhafte und regelmäßige Kontrolle und Reinigung der Zahnoberflächen ober- und unterhalb des Zahnfleischrandes anschließen.

Die Parodontologie umfasst auch sämtliche parodontal-chirurgischen Behandlungen.